Mecklenburg-VorpommernWarnstreiks in Metallindustrie in Mecklenburg-Vorpommern

Im Tarifkonflikt der Metallindustrie greifen die Warnstreiks auf den Nordosten über. Wo die IG Metall zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen hat.
Schwerin/Rostock (dpa/mv) - Die Warnstreiks der IG Metall erreichen Mecklenburg-Vorpommern. Seit Mitternacht ist nach Angaben der Gewerkschaft der Kranbauer Liebherr in Rostock von einem befristeten Ausstand betroffen.
Eine Stunde später soll ein Warnstreik beim Automobilzulieferer ZF Airbag Germany in Laage beginnen und noch einmal eine halbe Stunde später ein Warnstreik bei der EEW Special Pipe Constructions GmbH in Rostock. Das Unternehmen stellt Gründungspfähle für Offshore-Windturbinen, sogenannte Monopiles, her.
Tarifverhandlungen
Die Warnstreiks der IG Metall in der deutschen Metall- und Elektroindustrie haben am Wochenende begonnen. Unmittelbar nach Ablauf der Friedenspflicht in der Nacht zum Sonntag legte unter anderem die Nachtschicht beim Weißblechhersteller Thyssenkrupp Rasselstein in Andernach (Rheinland-Pfalz) befristet die Arbeit nieder. Auch in Hamburg gab es laut IG Metall am Sonntag Warnstreiks.
Die Gewerkschaft will die Proteste in der neuen Woche auf das gesamte Bundesgebiet ausweiten und damit in den Tarifverhandlungen für rund 3,7 Millionen Beschäftigte den Druck erhöhen. Die IG Metall hat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten 5 Prozent mehr Geld sowie die Sicherung von Jobs und Standorten gefordert. Die Arbeitgeber haben in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt, das im kommenden Jahr eine Einmalzahlung und 2028 eine Stufenerhöhung von 1,3 Prozent im Juli 2028 vorsah.