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ThüringenAn mehreren Orten Nadeln in Halloween-Süßigkeiten gefunden

01.11.2026, 22:33 Uhr
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(Foto: picture alliance / dpa)

Vielerorts haben Kinder an Halloween-Süßigkeiten gesammelt. Doch gleich mehrfach in Thüringen machten sie danach eine gefährliche Entdeckung.

Leinefelde-Worbis (dpa/th) - In mehreren Thüringer Orten haben Kinder Metallnadeln in ihren gesammelten Halloween-Süßigkeiten gefunden. Konkret geht es um Fälle in Leinefelde-Worbis (Landkreis Eichsfeld), Herbsleben (Unstrut-Hainich-Kreis) und Umpferstedt (Landkreis Weimarer Land), wie die zuständigen Polizeidienststellen mitteilten. Über möglicherweise verletzte Kinder war zunächst nichts bekannt.

Aktuell geht die Polizei in Leinefelde-Worbis davon aus, dass die Süßigkeiten mit Absicht präpariert wurden, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Weil die Kinder am Samstagabend im Stadtteil Wintzingerode an zahlreichen Haustüren klingelten, ließ sich bisher nicht nachvollziehen, woher die betroffenen Süßigkeiten genau stammten.

Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung

Eltern in der Region sollten die Halloween-Ausbeute ihrer Kinder deshalb genau prüfen, bevor die Süßwaren gegessen werden, hieß es. Wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung wurden Ermittlungen und ein Strafverfahren eingeleitet.

Auch in Herbsleben waren Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren am Samstagabend in Begleitung unterwegs und klingelten an Haustüren, wie die Polizei mitteilte. Am Sonntag sei dann eine Nadel in einem Kaubonbon gefunden worden. Die Herkunft sei nun Gegenstand der Ermittlungen. Die Polizei sucht unter anderem nach Hinweisen, in welchen Haushalten solche Bonbons verteilt wurden.

In Umpferstedt bei Weimar meldete die Polizei ebenfalls einen Fall. Dort entdeckten Kinder im Alter von elf und zwölf Jahren, dass an Halloween gesammelte Kaubonbons mit Tackernadeln versehen waren. Diese seien nur schwer zu erkennen gewesen, so die Polizei.

Ruhige Halloween-Nacht im Freistaat

Ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale sprach ansonsten von einer insgesamt ruhigen Halloween-Nacht im Freistaat. Vereinzelt meldeten die Polizeien im Land Körperverletzungen oder Diebstähle im Zusammenhang mit den Feiern.

Auch in mehreren anderen Bundesländern berichteten Polizeibehörden nach dem Halloween-Abend über Manipulationen an Halloween-Süßigkeiten, darunter in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Neben Metallnadeln wurden auch Nägel in Süßigkeiten gefunden. Ein Fund von zwei winzigen Magneten in einem Kaubonbon in Rheinland-Pfalz stellte sich später als Fehlalarm heraus, bei dem es keine Manipulation gegeben habe.

Quelle: dpa

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