Berlin & BrandenburgErste Warnstreiks in der Metallindustrie am Montag

Nach der ergebnislosen zweiten Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie hat die Gewerkschaft Warnstreiks in Aussicht gestellt. Nun folgen konkrete Ankündigungen für Berlin und Brandenburg.
Berlin (dpa/bb) - Die Gewerkschaft IG Metall hat für diesen Montag zu ersten Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg aufgerufen. In mehreren Betrieben soll für jeweils einige Stunden die Arbeit niedergelegt werden, teilte die Arbeitnehmerseite mit.
Bestreikt werden demnach unter anderem Siemens Energy, Mercedes-Benz, Rheinmetall und Siemens Mobility. Auch in Brandenburg sind den Angaben zufolge Ausstände geplant.
"Die Arbeitgeber haben die Chance verpasst, mit einem ernsthaften Angebot Warnstreiks abzuwenden", hieß es. Sie müssten sich "jetzt bewegen und endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen".
Erstes Angebot abgelehnt
In der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie hatte die Arbeitgeberseite zuvor in allen Bezirken das gleiche Angebot vorgelegt. Es umfasst unter anderem eine Tariferhöhung von 1,3 Prozent im Juli 2028 sowie eine Einmalzahlung in Höhe von einem Prozent des durchschnittlichen Jahresbruttoentgelts noch im kommenden Jahr. Der Tarifvertrag soll bis Ende 2028 laufen. Die Einmalzahlung soll laut Arbeitgeberseite automatisch ausgesetzt werden können, wenn Unternehmen kaum noch Geld verdienen.
Die Gewerkschaft lehnte die Offerte auch in Berlin und Brandenburg ab. Die IG Metall fordert für die rund 96.000 Beschäftigten in den beiden Bundesländern 5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Zudem will sie in den Verhandlungen über die Absicherung von Arbeitsplätzen und Standorten, eine tarifliche Gewinnbeteiligung für Beschäftigte und Auszubildende sowie eine soziale Komponente zur Besserstellung der unteren Entgeltgruppen sprechen.