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Hamburg & Schleswig-HolsteinNadeln in Schokoriegeln: Polizei untersucht Süßigkeiten

03.11.2026, 13:25 Uhr
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(Foto: Thomas Warnack/dpa)

Auch Tage nach den Funden von Nadeln in Süßigkeiten fehlt bisher eine heiße Spur zu den Tätern. Laut Handelsverband findet die Manipulation im privaten Bereich statt.

Kiel (dpa/lno) - Nach den Funden von Nadeln und Nägeln in Süßigkeiten an mehreren Orten in Schleswig-Holstein und Hamburg laufen die Ermittlungen in alle Richtungen. Das teilten die betroffenen Polizeidirektionen mit. Über den oder die Täter und ihre Motive wird weiter gerätselt.

Auf der Polizeiwache in Burg auf Fehmarn (Kreis Ostholstein) haben Eltern und Kinder inzwischen 15 Einkaufstüten mit Süßigkeiten abgegeben, die Kinder zu Halloween gesammelt hatten, teilte ein Sprecher der zuständigen Polizeidirektion Lübeck mit. Das diene der Spurensicherung.

Polizei: Keine pauschalen Verdächtigungen

Die Süßigkeiten würden dort nach Auffälligkeiten untersucht. "Wenn die Untersuchung abgeschlossen ist, bekommen die Eltern die Tüten zurück", sagte der Polizeisprecher.

Am Samstagabend hatte ein elf Jahre altes Mädchen während ihres Halloween-Spazierganges in Burg auf Fehmarn eine dünne metallene Nähnadel in einem Schokoriegel entdeckt. Die Polizei warnt vor pauschalen Verdächtigungen: Nur, weil der Schokoriegel dort entdeckt worden war, heiße das nicht, dass der Täter in der Nachbarschaft wohne. "Wir ermitteln weiter in alle Richtungen und gucken dabei auch auf andere Fundorte", sagte der Sprecher.

Neuer Fund im Kreis Segeberg

Bei den manipulierten Süßigkeiten in Holm bei Wedel (Kreis Pinneberg) und in Kremperheide (Kreis Steinburg) liegen der Polizei ebenfalls noch keine neuen Erkenntnisse über die Hintergründe vor. Im Zuge der Berichterstattung habe es aber eine weitere neue Meldung über einen Fall bei Nahe (Kreis Segeberg) gegeben, berichtet ein Sprecher der Polizeidirektion. Hier sei eine Schraube in einem Schokoriegel entdeckt worden.

Beim Handelsverband Nord sind Vorsichtsmaßnahmen bisher kein Thema, sagt Geschäftsführerin Mareike Petersen. Die Manipulation der Süßigkeiten habe nach aktuellem Kenntnisstand im privaten Bereich, also nach dem Kauf, stattgefunden. "Daher sehen wir aktuell keine konkreten Möglichkeiten für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen seitens des Handels. Wer eine solche Manipulation beabsichtigt, wird vermutlich leider auch einen Weg finden", erklärte Petersen auf dpa-Anfrage.

Fälle in vielen Bundesländern

Nach Halloween waren in zahlreichen Bundesländern Nadeln, Nägel und andere Metallgegenstände in gesammelten Süßigkeiten entdeckt worden. Im niedersächsischen Bremervörde verletzte sich eine Neunjährige an einer fünf Zentimeter langen Stecknadel in einem Schokoriegel an der Zunge. Andere Kinder blieben - teils trotz Bisses in präparierte Süßigkeiten - unverletzt.

Die Polizei rät zur Vorsicht und zu besonderer Aufmerksamkeit beim Verzehr von Süßigkeiten. Eltern wird empfohlen, die gesammelten Halloween-Süßigkeiten gemeinsam mit ihren Kindern zu kontrollieren.

Quelle: dpa

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