Der TagBerichte: Elif Eralp erhält Personenschutz für Linken-Parteitag
Die Causa Elif Eralp und das verhängnisvolle "Spiegel"-Interview bekommt ein weiteres Kapitel: Wie der "Tagesspiegel" und die "Bild"-Zeitung übereinstimmend berichtet, erhält die Spitzenkandidatin der Linken bei dem am Samstag in Berlin stattfindenden Parteitag Personenschutz. Das bestätigten demnach Sicherheitskreise den beiden Medien. Wie der "Tagesspiegel" berichtet, habe Eralp erst am Donnerstag um eine neue Gefährdungsbewertung durch das Landeskriminalamt (LKA) gebeten. Heute habe dann die Polizei entschieden, der Politikerin für den Linken-Parteitag Personenschützer zur Seite zu stellen. Begründet werde das unter anderem mit dem besagten "Spiegel"-Bericht und der "aufgeheizten Stimmung".
Gestern hatte der "Spiegel" interne Vermerke Eralps anlässlich einer Interview-Autorisierung veröffentlicht, die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren. Darin wird deutlich, dass sich Eralp vor "Leuten" wie den umstrittenen Palästina-Aktivisten Ibrahim Ibrahim, dem eine Sympathie für die islamistische Terrororganisation Hamas nachgesagt wird, fürchtet. Seinen Namen wollte sie jedenfalls nicht explizit erwähnt wissen. Da sich Eralp anschickt, Regierende Bürgermeisterin von Berlin zu werden, sah sich der "Spiegel" bemüßigt, diese schriftlichen Anmerkungen publik zu machen. Ob das in Ordnung war, ist ebenso umstritten wie die offensichtliche Angst von Eralp selbst. Morgen Vormittag hält Eralp jedenfalls eine Rede vor ihrer Partei. Am Nachmittag soll dann darüber abgestimmt werden, ob die Linke Koalitionsverhandlungen mit Grünen und SPD aufnimmt.