Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagDer Dax lässt es krachen

30.10.2026, 06:00 Uhr

Das Wochenplus ist dem Dax nicht mehr zu nehmen. Der deutsche Börsenleitindex schloss im gestrigen Handel 1,3 Prozent fester und mit 26.040 Punkten auch über der 26.000er-Marke. Sowohl die US-Notenbank Federal Reserve (Fed), als auch die Europäische Zentralbank (EZB) ließen die Leitzinsen unverändert und gaben den Aktienmärkten damit etwas Rückenwind. Gleichwohl rechnen Marktteilnehmer nun mit jeweiligen Zinsanpassungen im Dezember. Zumindest sind solche nun wahrscheinlicher, wie es hieß.

Nach Fed und EZB heißt es heute: Alle Augen auf die BOJ, denn die japanische Notenbank dürfte ihren Leitzins ebenfalls unverändert bei 1,25 Prozent belassen, aber zugleich eine baldige weitere Straffung der Geldpolitik signalisieren. Experten erwarten, dass die Währungshüter ihren Fokus darauf legen werden, ein Überschießen der Inflation über das Ziel von zwei Prozent zu verhindern. Dies könnte den Weg für eine weitere Zinserhöhung im Dezember ebnen, nachdem die Notenbank die Zinsen zuletzt im Juni und September angehoben hatte. Angetrieben von hohen Energiekosten infolge des Iran-Krieges und dem Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) hatte die Kerninflation in Japan im September erstmals seit neun Monaten die Zielmarke der Zentralbank überschritten.

Zudem hat sich die deutsche Wirtschaft im Sommer wohl nur mit Ach und Krach in der Wachstumsspur gehalten. Volkswirte erwarten für das dritte Quartal ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt von nur noch 0,1 Prozent. Im Frühjahr war die Wirtschaft mit 0,3 Prozent weit stärker gewachsen. Als Bremsfaktor wirkte unter anderem das Niedrigwasser des Rheins. Zudem drückten die hohen Energiepreise die Kaufkraft der privaten Haushalte, worauf auch die Bundesbank hinweist. Im vierten Quartal dürfte sich die Wirtschaft aus Sicht der deutschen Zentralbank aber wieder berappeln und spürbar wachsen.

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Quelle: ntv.de