Der Börsen-Tag
30. Oktober 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Diana Dittmer
Zum Archiv
17:42 Uhr

Tech-Angst stoppt Dax-Rally

Der Dax hat die am Vortag zurückeroberte Marke von 26.000 Punkten zum Wochenschluss nicht verteidigen können. Nach einem turbulenten Handelstag ging der Leitindex mit 25.818 Punkten 0,8 Prozent tiefer aus dem Handel. Am Morgen war noch von einer normalen Konsolidierung nach den Aufschlägen der Vortage die Rede gewesen, im Verlauf gaben dann aber die Belastungsfaktoren vor allem für den Technologiesektor die Richtung vor.

Auslöser ist ein erneuter Ausverkauf bei den US-Tech-Giganten. Nach Alphabet und Meta haben nun auch Amazon und Intel die Zweifel an den hohen Erwartungen an den KI-Boom verstärkt. Die Intel-Aktie brach nach einem schwachen Ausblick um knapp 30 Prozent ein, Amazon verloren zuletzt 1,9 Prozent. "Die Anleger blickten danach wieder deutlich kritischer auf die Zahlen der KI-Giganten und scheinen nervös zu werden", hieß es bei der LBBW..

Das trifft auch den vergleichsweise KI-armen Dax - vor allem die Titel mit KI-Fantasie. Siemens Energy verloren als Schlusslicht 7,6 Prozent, Infineon gaben 6,7 Prozent ab. Im Euro-Stoxx-50 zählen ASML mit minus 6,3 Prozent zu den größten Verlierern.

Dass das Minus im Dax nicht größer ausfiel, lag an den defensiven Gewinnern. Bayer führten mit plus 4,6 Prozent, gestützt von Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung im Jahr 2027 für die exportorientierte deutsche Wirtschaft. Dahinter folgten Beiersdorf mit plus 2,0 Prozent und Münchener Rück mit plus 1,9 Prozent.

Zusätzlich belasteten steigende Ölpreise und hartnäckige Inflationssorgen. Die deutschen Importpreise stiegen mit 2,1 Prozent zum Vormonat und 10,4 Prozent zum Vorjahr deutlich stärker als erwartet.

Dazu gesellten sich Wachstumssorgen. Das Wachstum der Eurozone hat sich im dritten Quartal verlangsamt, die Wirtschaft Frankreichs schrumpfte sogar. Die Sorge: Der Krieg zwischen den USA und dem Iran hält die Energiepreise hoch. Im Oktober steuerte der über 100 Dollar liegende WTI-Preis auf ein Plus von rund 14 Prozent zu. Ein erneuter US-Militärschlag gegen den Iran nach den Zwischenwahlen würde "im wahrsten Sinne des Wortes weiteres Öl ins Feuer gießen", so die LBBW.

Trotz des schwachen Freitags blieb für den Dax auf Wochensicht ein Plus von rund 2,5 Prozent. In der kommenden Woche steht die Bewährungsprobe an: US-Zwischenwahlen, eine Flut von Bilanzen mit Apple, AMD und Palantir, der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag und die Bank of England, die am Donnerstag erstmals seit drei Jahren wieder die Zinsen erhöhen dürfte.

Das war der Börsen-Tag am Freitag. Wir verabschieden uns. Ab jetzt halten Sie die Kolleginnen und Kollegen der Spät- und Nachtschicht auf dem Laufenden. Schauen Sie also gerne immer wieder auf ntv.de vorbei. An dieser Stelle geht es am Montagmorgen weiter. Bis dahin wünschen wir Ihnen ein erholsames Wochenende!

Tech-Angst stoppt Dax-Rally
16:16 Uhr

Elektro-Golf auf Eis gelegt: "Offenbarungseid für VW"

Volkswagen zieht bei einem seiner wichtigsten Zukunftsprojekte vorerst die Notbremse. Der Grund: Es fehlt das Geld. Für ntv-Finanzexperte Raimund Brichta ist das ein alarmierendes Signal. Denn die Entscheidung könnte den Konzern teuer zu stehen kommen.

Elektro-Golf auf Eis gelegt: "Offenbarungseid für VW"
15:28 Uhr

Tech-Crash an der Wall Street - Intel schmiert fast 30 Prozent ab

Erneute kräftige Verluste im Technologie-Sektor sorgen zum Wochenschluss an der Wall Street für negative Vorzeichen. Der Dow-Jones-Index verliert 0,3 Prozent auf 52.175 Punkte, der breiter gefasste S&P-500 verzeichnet ein Minus von 1,2 Prozent und für den technologielastigen Nasdaq geht es um bis zu 2,8 Prozent nach unten.

Belastet wird die Stimmung von neuerlichen Zweifeln an der Tragfähigkeit der massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz. Dazu kommen negative Impulse von Intel und Amazon. Der Chip-Konzern Intel Intel verbuchte im dritten Quartal einen geringeren Gewinn und gab einen trüben Ausblick auf das vierte Quartal, was die Aktie um 28,9 Prozent einbrechen lässt. Der Reingewinn des Online-Riesen Amazon überstieg zwar 20 Milliarden Dollar, aber der freie Cashflow brach ein. Hier geht es um 4,3 Prozent nach unten.

Zudem hat Binance alle Transaktionen nach dem größten Cyber-Raub aller Zeiten ausgesetzt. Binance teilte mit, dass sich der Hacker-Angriff auf insgesamt rund 6,3 Milliarden Dollar belaufe. Die Gelder der Nutzer seien sicher, versicherte Changpeng Zhao, der Binance-Gründer, auf der Plattform X.

Vor diesem Hintergrund fällt der Bitcoin um weitere 2,3 Prozent, nachdem die Kryptowährung zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen gerutscht war. Als weiteren Belastungsfaktor nennen Teilnehmer die wieder steigenden Ölpreise, angetrieben von andauernden Bedrohungen für die Schifffahrt in der Straße von Hormus und der Befürchtung, dass die USA ihre Militärschläge gegen den Iran im Anschluss an die US-Zwischenwahlen wieder aufnehmen könnten. Rohöl der Sorte Brent steigt um 2,0 Prozent auf 117,15 Dollar je Barrel.

Tech-Crash an der Wall Street - Intel schmiert fast 30 Prozent ab
14:09 Uhr

Deutsche Inflationsrate sinkt deutlich

Die hohe Inflation in Deutschland ist mit dem seit Monatsbeginn greifenden Tankrabatt spürbar abgeflaut. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Oktober um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt zu seiner ersten Schätzung mitteilte. Experten hatten mit einer Rate von 3,0 Prozent gerechnet. Rekordhohe Preise für Benzin und Diesel sowie teures Heizöl hatten die Verbraucherpreise im September mit 3,3 Prozent so kräftig nach oben getrieben wie seit knapp drei Jahren nicht mehr. Da Anfang des Monats die Energiesteuer auf Benzin und Diesel gesenkt wurde, sind die Preise an den Zapfsäulen mittlerweile etwas gefallen. Der Tankrabatt soll bis Ende des Jahres gelten.

Deutsche Inflationsrate sinkt deutlich
13:40 Uhr

Größter Hack bei Kryptobörse - was Kunden jetzt tun sollten

Die größte Digitalwährungsbörse Binance ist Ziel eines Hackerangriffs mit milliardenschweren Folgen geworden. Nach Angaben von Binance sind insgesamt Werte in Höhe von schätzungsweise 6,3 Milliarden Dollar betroffen.

Größter Hack bei Kryptobörse - was Kunden jetzt tun sollten
13:14 Uhr

Colgate glänzt - Gewinn und Umsatz besser als erwartet

Colgate-Palmolive übertrifft im dritten Quartal die Erwartungen. Der Hersteller von Irish Spring und Speed Stick steigerte den Gewinn auf 751 Millionen Dollar oder 94 Cent je Aktie nach 735 Millionen und 91 Cent je Aktie im Vorjahr. Bereinigt waren es 97 Cent - erwartet wurden 93 Cent.

Der Umsatz kletterte um 4,6 Prozent auf 5,37 Milliarden Dollar und lag damit ebenfalls über den Schätzungen von 5,34 Milliarden Wachstum in allen Regionen außer Nordamerika (-1,7 Prozent). CEO Noel Wallace sprach vom vierten Quartal in Folge mit Volumenwachstum trotz makroökonomischer Volatilität.

Für das Gesamtjahr engt der Konzern die Prognose ein: Umsatzplus von 4,0 bis 5,0 Prozent erwartet, zuvor 2,0 bis 6,0 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll um 5,0 bis 7,0 Prozent steigen.

Colgate glänzt - Gewinn und Umsatz besser als erwartet
12:56 Uhr

Ausverkauf wegen KI-Sorgen: Intel stürzen 25 Prozent ab

Neue deutliche Verluste im Technologie-Sektor dürften zum Wochenausklang die Wall Street belasten. Der Future auf den S&P-500 büßt 1,1 Prozent ein, für den Nasdaq-Future geht es sogar um 2,4 Prozent nach unten. Erneute Zweifel an der Tragfähigkeit der massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) belasten den Sektor. So hatten die Quartalszahlen der Google-Mutter Alphabet gezeigt, dass KI-basierte Suchen bislang wenig lukrativ sind. Dazu kommen negative Impulse von Intel und Amazon.

Der Chip-Konzern Intel verbuchte im dritten Quartal einen geringeren Gewinn und gab einen trüben Ausblick auf das vierte Quartal, was die Aktie vorbörslich um 25 Prozent einbrechen lässt. Der Reingewinn des Online-Riesen Amazon überstieg 20 Milliarden US-Dollar, aber der freie Cashflow brach ein. Hier geht es um 6,7 Prozent nach unten.

Zudem hat Binance alle Transaktionen nach größtem Cyber-Raub aller Zeiten ausgesetzt. Binance teilte mit, dass sich der Hacker-Angriff auf insgesamt rund 6,3 Milliarden US-Dollar belaufe. "Die Gelder der Nutzer sind sicher", versicherte Changpeng Zhao, der Binance-Gründer auf der Social-Media-Plattform X. Der Hack bei Binance, der weltweit größten Kryptobörse, werde die Branche zu einer tiefen Selbstreflexion über Ausfallsicherungen zwingen, so Sandeep Pyapali von Mesta.

Vor diesem Hintergrund geht es für den Bitcoin um weitere 1,6 Prozent abwärts, nachdem die Kryptowährung zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen gefallen war. "Ich vermute, dass die negative Kursentwicklung noch einen gewissen Weg vor sich hat", meint Geoff Kendrick von Standard Chartered. "Erst wenn die Vermögenswerte wieder freigegeben sind und weitere Details zu dem Hack bekannt werden, werden wir eine neue Basis finden."

Ausverkauf wegen KI-Sorgen: Intel stürzen 25 Prozent ab
12:15 Uhr

"Können uns das nicht leisten" - VW legt Elektro-Golf auf Eis

Volkswagen zieht beim Elektro-Golf die Reißleine. Angesichts eines Verlustes in der Kernmarke VW im dritten Quartal legt der Konzern die Weiterentwicklung des künftigen ID. Golf in Wolfsburg vorerst auf Eis.

"Wir können uns diese Arbeiten gerade schlicht nicht leisten", sagte VW-Markenchef Thomas Schäfer laut einem internen Interview. "Die Lage ist ernst". CFO David Powels begründet den Schritt mit der schwierigen Marktlage und Sparzwang: Man verbessere die Kostenbasis und optimiere das Working Capital bei hoher Investitionsdisziplin.

Die Zahlen zeigen, warum: Die operative Rendite der Marke VW rutschte im dritten Quartal auf minus 0,9 Prozent nach plus 1,8 Prozent im Vorjahr. Für die ersten neun Monate sackte die Umsatzrendite auf 1,3 von 2,3 Prozent ab. Auch die gesamte Markengruppe Core mit Seat/Cupra und Skoda fiel von 4,4 auf 4,1 Prozent.

"Können uns das nicht leisten" - VW legt Elektro-Golf auf Eis
11:57 Uhr

Bei Fuchs läuft es wie geschmiert

Fuchs hat nach einem starken Geschäft in den ersten neun Monaten seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben. "Auf Basis der sehr guten Entwicklung in den ersten neun Monaten erhöhen wir unseren EBIT-Ausblick auf um die 500 Millionen Euro und konkretisieren unsere Umsatzerwartung auf um die 4,1 Milliarden Euro", sagte Vorstandschef Stefan Fuchs. In den ersten neun Monaten legte das operative Ergebnis (EBIT) um 25 Prozent auf 409 Millionen Euro zu. Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf rund 3,13 Milliarden Euro, was der Schmierstoffhersteller auf höhere Absatzzahlen und die Inflation zurückführte.

Bei Fuchs läuft es wie geschmiert
11:38 Uhr

Wie VW noch die Kehrtwende schaffen könnte

Die Lage bei VW in Wolfsburg spitzt sich dramatisch zu: 5,8 Milliarden Euro Minus allein im vergangenen Quartal. Besonders China und die Tochter Porsche reißen tiefe Löcher in die Bilanz. Für die Belegschaft stehen harte Monate bevor.

Wie VW noch die Kehrtwende schaffen könnte
11:16 Uhr

Deutschland, das Land der Sparer? Fast jeder Zweite plündert sein Sparschwein

Deutschland gilt als Land der Sparer. Nur muss man sich das Sparen erst einmal leisten können. Hohe Preise, teure Energie und Steuern lassen vielen immer weniger übrig. Eine aktuelle Postbank-Umfrage zeigt, wie oft inzwischen der Notgroschen einspringen muss. ntv-Börsenreporter Frank Meyer ordnet ein.

Deutschland, das Land der Sparer? Fast jeder Zweite plündert sein Sparschwein
10:52 Uhr

Importpreise steigen sprunghaft

Teure Energie treibt die deutschen Importpreise sprunghaft in die Höhe. Diese legten im September um 10,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies war der stärkste Anstieg seit November 2022. Experten hatten mit einem Zuwachs von 10,3 Prozent gerechnet. Im August hatte das Plus bei 8,3 Prozent gelegen. Von August auf September zogen die Einfuhrpreise um 2,1 Prozent an.

Besonders stark wirkte sich der Krieg im Nahen Osten weiterhin auf die Energiepreise aus: Gegenüber September 2025 stiegen die Importpreise für elektrischen Strom um 96,2 Prozent und für Mineralölerzeugnisse um 81,3 Prozent deutlich.

Importpreise steigen sprunghaft
10:34 Uhr

Glyphosat-Albtraum vor dem Ende? Bayer räumt den nächsten Sieg in USA ab

Eine Geschworenen-Jury im US-Bundesstaat Missouri hat in der Nacht in einem Glyphosat-Prozess einstimmig zugunsten von Bayer geurteilt. Das teilte der Pharma- und Agrarchemiekonzern mit.

Nachdem Bayer im Juni einen wegweisenden Glyphosat-Fall vor dem obersten US-Gericht gewonnen hatte, war der Prozess in Missouri wichtig, weil die Kläger andere Argumente gegen Bayer vorbrachten .Infolge des Urteils des US Supreme Court sind Prozesse gegen Bayer im Grunde nicht mehr möglich, in denen Kläger sich auf fehlende Krebswarnungen auf Verpackungen von Unkrautvernichtern stützen wollen. 

Der aktuelle Sieg vor Gericht dürfte auch den Bemühungen von Bayer Rückenwind liefern, die Causa Glyphosat, die schon Milliarden verschlungen hat, weitgehend abzuhaken .Im Fokus steht nun eine noch ausstehende richterliche Entscheidung über seinen Sammelvergleich. In dessen Rahmen wird Bayer bis zu 21 Jahre lang abnehmende, gedeckelte jährliche Zahlungen von insgesamt bis zu 7,25 Milliarden US-Dollar leisten.

Glyphosat-Albtraum vor dem Ende? Bayer räumt den nächsten Sieg in USA ab
10:20 Uhr

Puma macht einen Riesensprung an die MDax-Spitze

Die Aktien von Puma sind nach der Bilanzvorlage um mehr als sechs Prozent gestiegen und liegen an der Spitze der MDax-Gewinner. Der Sportartikelhersteller grenzte die Prognosespanne für seinen operativen Verlust im Jahr 2026 ein. Der dabei veränderte Mittelwert könne darauf hindeuten, dass Puma eine möglichst bereinigte Ausgangsbasis für 2027 schaffen wolle, kommentierten die Analysten von Jefferies.

"Der Fokus der Anleger verschiebt sich auf das kommende Jahr und Anzeichen, dass Puma wieder wachsen könnte", sagte ein Händler. Der Rückgang der Lagerbestände und der Nettoverschuldung seien ebenfalls zu begrüßen, hieß es bei Jefferies weiter.

Puma macht einen Riesensprung an die MDax-Spitze
10:14 Uhr

Deutsche Wirtschaft legt im Sommer überraschend zu

Die deutsche Wirtschaft ist im Sommer trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg weiter gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Juli bis September um 0,2 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilte. Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 0,1 Prozent gerechnet. Im Frühjahr hatte es noch zu 0,3 Prozent Wachstum gereicht.

Insgesamt stehen in Deutschland die Zeichen zwar auf eine konjunkturelle Erholung, angeschoben vor allem durch mehr staatliche Ausgaben für Infrastruktur und Verteidigung. Experten und Bundesregierung erwarten 2026 mehr als ein Prozent Wachstum. Da die privaten Investitionen aber weiterhin verhalten sind, sprechen die meisten Ökonomen noch nicht von einem nachhaltigen und sich selbst tragenden Aufschwung.

Deutsche Wirtschaft legt im Sommer überraschend zu
09:48 Uhr

Gerresheimer-Ergebnis stagniert

Gerresheimer hat im dritten Quartal dank einer höheren Nachfrage nach Arznei-Abgabesystemen seinen Umsatz gesteigert. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stagnierte jedoch, wie der Pharma- und Kosmetikverpackungshersteller mitteilte. Der Umsatz legte den vorläufigen Zahlen zufolge um acht Prozent auf 605 Millionen Euro zu. Das bereinigte Ebitda erreichte 103 Millionen Euro nach 106 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. In den ersten neun Monaten blieb das bereinigte Ebitda wegen des Abbaus von Lagerbeständen und einer schwächeren Entwicklung in den Bereichen Röhrenglas Europa und Behälterglas hinter dem Vorjahr zurück. Gerresheimer erwartet ein stärkeres viertes Quartal.

Der Konzern treibt derzeit den Verkauf seines Geschäfts mit Primärverpackungen aus Kunststoff (PPP) voran. Der Abschluss der Transaktion werde für das erste Quartal 2027 erwartet, teilte Gerresheimer mit.

Gerresheimer-Ergebnis stagniert
09:32 Uhr

Huthi-Angriffe heizen Ölpreisanstieg an

Sorgen um das Ölangebot nach verstärkten Angriffen der Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien treiben die Ölpreise an. Der Preis für die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee legt 1,2 Prozent auf 116,25 Dollar je Barrel (159 Liter) zu. Das US-Öl WTI notiert 1,2 Prozent fester bei 103,25 Dollar. Brent steuert damit auf ein Monatsplus von fast vierzehn Prozent zu. Der WTI-Preis dürfte damit erstmals seit April über der Marke von 100 Dollar schließen.

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hatte erklärt, sie habe mehrere Ziele in Saudi-Arabien angegriffen. "Die anhaltenden militärischen Aktionen rund um die Straße von Hormus halten die Ölpreise hoch", sagte Energie-Analyst Saul Kavonic von MST Marquee. Zudem gebe es Zweifel an einer diplomatischen Lösung, vielmehr werde in den kommenden Wochen mit einer Eskalation des Konflikts gerechnet.

Huthi-Angriffe heizen Ölpreisanstieg an
09:14 Uhr

Dax will die 26.000

Der Dax büßt zum Start ins heutige Wochenschlussgeschäft etwas ein. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.910 Punkten und damit wieder unterhalb der 26.000er-Marke Diese hatte er gestern mit einem Aufschlag von 1,3 Prozent auf 26.040 Punkte übersprungen. Allerdings gab es nach US-Börsenschluss vom Markt schlecht aufgenommene Geschäftszahlen von Amazon und Intel. Letztere büßten knapp ein Fünftel ihres Börsenwerts daraufhin ein. 

Dax will die 26.000
09:05 Uhr

Audi-Gewinn bricht dramatisch ein

Der Autobauer Audi hat im dritten Quartal nur knapp die roten Zahlen vermieden. Nach Steuern verdiente die VW-Tochter nur noch 95 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilt. Das waren 87 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, als der Gewinn noch bei 718 Euro Millionen lag. Damit schlittert der Teilkonzern, zu dem neben der Kernmarke auch Lamborghini, Bentley und Ducati gehören, finanziell immer tiefer in die Krise. Währenddessen steht Konzernchef Gernot Döllner weiter wegen eines Auftritts mit US-Präsident Donald Trump kurz vor den Zwischenwahlen in der Kritik. 

Nach neun Monaten hat Audi 1,22 Milliarden Euro Gewinn eingefahren, und 42 Milliarden Euro Umsatz gemacht. Beides sind starke Rückgänge. Angesichts des ausgesprochen schlechten dritten Quartals passt der Konzern nun auch seine Prognose für das Gesamtjahr nach unten an. Immerhin lässt sich auch aus der neuen Prognose aber ableiten, dass das vierte Quartal wieder besser wird, wie Finanzchef Jürgen Rittersberger sagt. 

Audi-Gewinn bricht dramatisch ein
08:59 Uhr

Milliardensumme weg: Wer steckt hinter dem Binance-Hack?

Nach dem Cyberangriff auf die Kryptobörse Binance vermutet eine US-Analysefirma nordkoreanische Hacker hinter dem Milliarden-Diebstahl. Die Attacke werde der nordkoreanischen Elite-Hackergruppe TraderTraitor zugeschrieben, teilte das auf Blockchain-Daten spezialisierte Unternehmen TRM Labs mit. Diese Einschätzung treffe man auf Basis umfassender Datenanalysen mit großer Sicherheit. "Ein Angreifer hat rund 6,36 Milliarden Dollar aus Binance-Wallets auf zehn Blockchains abgezogen, das meiste davon in etwa 20 Minuten", so TRM Labs. Mit dem geschätzten Schaden von 6,3 Milliarden Dollar könnte es sich Experten zufolge um den bisher größten Krypto-Diebstahl überhaupt handeln. 

Milliardensumme weg: Wer steckt hinter dem Binance-Hack?
08:41 Uhr

Es dürfte ruhiger zugehen

Nach den gestrigen kräftigen Aufschlägen dürften Europas Börsen mit kleineren Verlusten in den Handel starten. Neben einer normalen Konsolidierung drücken auch negative Vorgaben, vor allem aus dem Technologiebereich. Die Intel-Aktie ist nach einem schwachen Ausblick nachbörslich um mehr als 20 Prozent eingebrochen, für das Amazon-Papier ging es nach Börsenschluss um 7 Prozent nach unten. Die Geschäftszahlen der Technologiegiganten lösen neue Sorgen über die Nachhaltigkeit des KI-Investitionsbooms aus. Der KI-arme Dax befindet sich hier relativ betrachtet im Vorteil.

Nach der Flut an Geschäftszahlen und der EZB-Sitzung, die vor allem in Zeichen der Ankündigung des vorzeitigen Rücktritts von EZB-Präsidentin Christine Lagarde stand, dürfte es heute ruhiger zugehen. Akzente bei Einzelaktien könnten Unternehmenszahlen setzen. Daneben stehen Wachstumszahlen aus Deutschland und der Eurozone an. Mit Blick auf Deutschland erwarten Analysten ein kalenderbereinigtes BIP-Wachstum im dritten Quartal von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, der gleiche Wert, der auch für die Eurozone erwartet wird.

Es dürfte ruhiger zugehen
08:24 Uhr

KI-Pessimismus treibt Anleger um

Uneinheitlich präsentieren sich die Börsen in Ostasien und Australien. Negative Vorgaben der US-Aktienmärkte lasten in vielen Fällen auf den Kursen. Beobachter sprechen von wieder erwachten Zweifeln an der Tragfähigkeit der gewaltigen KI-Investitionen, nachdem die Zahlen der Google-Mutter Alphabet gezeigt hatten, dass KI-basierte Suchen bislang wenig lukrativ sind. Die Alphabet-Aktie brach um 12,6 Prozent ein. Die Befürchtung einer neuerlichen Eskalation des Iran-Kriegs lässt derweil den Ölpreis nach einem Rücksetzer am Vortag wieder steigen, was die Stimmung an den Börsen der Region zusätzlich belastet.

An der Börse in Tokio fällt der Nikkei-Index um 2,4 Prozent, der breiter gefasste Topix verliert 1,3 Prozent. Die Bank of Japan hat erwartungsgemäß den Leitzins unverändert belassen. Allerdings hat sie ihre Inflationsprognose für das laufende Fiskaljahr angehoben.

In Seoul fällt der Kospi um 4 Prozent. Die Aktien der Chipgiganten und Indexschwergewichte SK Hynix und Samsung verbilligen sich um 6,3 und 2,3 Prozent. Samsung waren schon am Donnerstag in Reaktion auf die Zahlen des Unternehmens unter Druck geraten. In Hongkong geht es mit dem Hang-Seng-Index um 1,7 Prozent aufwärts, der Composite-Index in Shanghai liegt 0,4 Prozent im Minus. Die australische Börse schloss mit einem Plus von 0,2 Prozent.

KI-Pessimismus treibt Anleger um
08:06 Uhr

Wo es die stabilsten Tagesgeldzinsen gibt

Raimund Brichta spricht mit Timo Halbe von Finanztip: Wie sinnvoll sind Tagesgeldangebote zwischen 2,5 Prozent und 4 Prozent? Worauf Anleger bei Auslandsbanken, Neo-Brokern und Aktionszinsen achten sollten — und wann sich Wechseln lohnt.

Wo es die stabilsten Tagesgeldzinsen gibt
07:54 Uhr

Wie ist es um die Inflation bestellt?

Die hohe Inflation in Deutschland dürfte im Oktober etwas abgeflaut sein - auch dank des staatlich verordneten Tankrabatts. Experten erwarten, dass die Teuerungsrate auf 3,0 Prozent gesunken ist. Rekordhohe Preise für Benzin und Diesel sowie teures Heizöl hatten die Verbraucherpreise im September mit 3,3 Prozent so stark steigen lassen wie seit knapp drei Jahren nicht mehr. Da Anfang des Monats die Energiesteuer auf Benzin und Diesel gesenkt wurde, sind die Preise an den Zapfsäulen mittlerweile gesunken. Der Tankrabatt soll bis Ende des Jahres gelten.

Wie ist es um die Inflation bestellt?
07:41 Uhr

Starbucks stellt höheren Gewinn in Aussicht

Starbucks hat dank erster Erfolge ihres Sanierungsplans eine über den Erwartungen liegende Jahresgewinnprognose veröffentlicht. Die US-Kaffeehauskette teilte mit, sie rechne für das Gesamtjahr mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 3,15 bis 3,25 Dollar. Analysten hatten lediglich 3,14 Dollar erwartet. Die Prognose signalisiert, dass die Kostensenkungen und operativen Änderungen im Rahmen des zweijährigen Sanierungsplans greifen. Im abgelaufenen vierten Quartal übertraf Starbucks die Erwartungen ebenfalls: Der flächenbereinigte Umsatz wuchs weltweit um 7,2 Prozent, während Analysten nur mit einem Plus von 5,4 Prozent gerechnet hatten. Der Konzern hatte unter anderem Menüs vereinfacht und Wartezeiten verkürzt. Zudem sollen Restrukturierungen wie Entlassungen und Filialschließungen Arbeitsinvestitionen von fast 500 Millionen Dollar ausgleichen.

Starbucks stellt höheren Gewinn in Aussicht
07:26 Uhr

Hackerangriff auf Kryptowährungsbörse 

Binance hat nach einem möglichen Sicherheitsvorfall Krypto-Vermögenswerte im Wert von drei Milliarden Dollar eingefroren. Dies teilte die weltgrößte Kryptowährungsbörse mit. "Binance wird alle Verluste aus Hackerangriffen decken" , sagte Mitbegründerin Yi He, ohne weitere Einzelheiten zu dem Vorfall zu nennen. Die Stablecoin-Emittenten Circle und Tether sperrten ebenfalls entsprechende Vermögenswerte. Binance setzte zudem vorübergehend Auszahlungen aus und stoppte als Vorsichtsmaßnahme den Handel auf seiner Plattform Binance Alpha.

Die Auswirkungen des möglichen Hackerangriffs, der nach Einschätzung der Analysefirma Chainalysis der größte Krypto-Diebstahl aller Zeiten sein könnte, waren im frühen asiatischen Handel sofort zu spüren. Der Bitcoin fiel um rund zwei Prozent auf ein Sechs-Wochen-Tief von 77.646 Dollar und der Ether um rund zwei Prozent auf ein Zwei-Monats-Tief von 2.238,76 Dollar. Der BNB-Token, mit dem Gebühren bei Binance bezahlt werden können, fiel in den vergangenen 24 Stunden um mehr als acht Prozent. Die Aktien der Kryptobörse Coinbase Global gaben um 4,8 Prozent nach. Tether teilte mit, das Unternehmen habe Vermögenswerte im Wert von fast 1,57 Milliarden Dollar blockiert, während Circle mehr als 800 Millionen Dollar sperrte.

Das US-Präsident Donald Trump und seiner Familie nahestehende Krypto-Unternehmen World Liberty Financial teilte mit, es habe mit dem Krypto-Verwahrer BitGo zusammengearbeitet, um gestohlene Gelder zu sichern. Binance-Mitbegründerin Yi zufolge wurden dabei 27 Millionen Dollar in Stablecoins und World-Liberty-Token im Wert von rund zwei Millionen Dollar gesichert.

Hackerangriff auf Kryptowährungsbörse 
07:11 Uhr

Technologiewerte in Asien auf Talfahrt

Die Sorge, dass die enormen Ausgaben für Künstliche Intelligenz (KI) keine ausreichenden Erträge bringen könnten, schickt die Technologiewerte an den asiatischen Börsen auf Talfahrt. Auslöser waren die schwachen Zahlen der US-Technologiekonzerne Amazon und Intel. "Dies kann als Zeichen wachsender Sorgen über die Rentabilität von KI-Investitionen gewertet werden, was auf die Aktienkurse drückt", sagt die Aktienstrategin Maki Sawada von Nomura Securities. "Der japanische Aktienmarkt wird von diesem Kurssturz bei US-Technologieaktien in Mitleidenschaft gezogen." Besonders die Aktien der Chip-Ausrüster Advantest und Tokyo Electron geben um 9,1 beziehungsweise 5,6 Prozent nach.

In Tokio gibt der Nikkei-Index 2,3 Prozent auf 63.148,35 Punkte nach. Auf Wochensicht liegt der Nikkei jedoch noch 0,2 Prozent im Plus. Der breiter gefasste Topix notierte 1,2 Prozent niedriger bei 3956,36 Zählern und steuert auf ein Wochenminus von 0,4 Prozent zu. Die Entscheidung der japanischen Notenbank (BOJ),den Leitzins bei 1,25 Prozent zu belassen, zeigt kaum Auswirkungen an der Börse.

Der südkoreanische Kospi bricht fünf Prozent ein und verzeichnete damit im Oktober einen Rückgang von mehr als 17 Prozent. Der Shanghai Composite verliert 0,3 Prozent auf 3640,54 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 0,4 Prozent auf 4026,47 Punkte.

Technologiewerte in Asien auf Talfahrt
06:57 Uhr

Fluchtwährungen sind gesucht

Die risikoscheue Stimmung in Asien stärkt Fluchtwährungen wie den Yen und den Schweizer Franken. Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,2 Prozent auf 157,43 Yen und legt leicht auf 6,6584 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,2 Prozent niedriger bei 0,8221 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1189 Dollar und gibt um 0,2 Prozent auf 0,9198 Franken nach.

Fluchtwährungen sind gesucht
06:42 Uhr

Kursschock bei Intel

Intel hat auf einen Schlag mehr als ein Fünftel seines Werts verloren, weil die Geschäftsprognose des Konzerns die Börse schwer enttäuschte. Intel macht zu schaffen, dass wegen des explosiven Anstiegs der Speicherpreise weniger PCs verkauft werden. Hinzu kommen Lieferketten-Probleme bei Chips für Rechenzentren, bei denen es eine hohe Nachfrage gibt.

Intel sagte für das laufende Vierteljahr einen Umsatz zwischen 15 und 16 Milliarden Dollar voraus. Analysten hatten eher mit 17 Milliarden Dollar gerechnet. Beim bereinigten Gewinn pro Aktie verfehlte Intel mit einer Prognose von 25 US-Cent die Markterwartung von 43 Cent deutlich. Die Aktie stürzte im nachbörslichen US-Handel um rund 22 Prozent ab.

Intel-Finanzchef David Zinsner sagte, das Unternehmen stelle seit Wochen eine Abschwächung des Geschäfts fest, weil wegen hoher Speicherpreise weniger Computer gekauft würden. Auch mindestens übers erste Halbjahr 2027 werde es keine Besserung geben, betonte er. Intel-Chef Lip-Bu Tan verwies darauf, dass der ganze Markt betroffen sei. Auch im gesamten kommenden Jahr würden die Speicherpreise ein schwerwiegendes Problem bleiben. Intel rechnet für 2027 mit einem Schrumpfen des PC-Marktes um zehn Prozent nach einem Rückgang um zwölf Prozent in diesem Jahr.

Kursschock bei Intel
06:27 Uhr

Japans Notenbank hält Zinsen stabil

Die japanische Notenbank (BOJ) hält ihre Zinsen vorerst stabil, stellt aber wegen steigender Inflationsrisiken weitere Erhöhungen in Aussicht. Auf ihrer Sitzung beschloss die Zentralbank mit acht gegen eine Stimme, den Leitzins bei 1,25 Prozent zu belassen. Zugleich hob sie ihre Inflationsprognose an. Ratsmitglied Hajime Takata stimmte als Einziger dagegen und plädierte für eine Anhebung auf 1,5 Prozent. 

Japans Notenbank hält Zinsen stabil
06:15 Uhr

Amazon enttäuscht den Markt

Überraschend hohe Kosten für den Bau neuer KI-Rechenzentren belasten die Bilanz von Amazon. Der Barmittelabfluss habe sich in den vergangenen drei Monaten auf 42,4 Milliarden Dollar nahezu versechsfacht, teilte der Onlinehändler mit. Gleichzeitig blieben sowohl die Zahlen für das dritte Quartal als auch der Ausblick trotz eines Wachstumsschubs im wichtigen Cloud-Geschäft hinter den Markterwartungen zurück. Amazon-Aktien brachen daher im nachbörslichen Handel an der Wall Street zeitweise um rund acht Prozent ein.

Amazon Web Services (AWS), die Cloud-Tochter des Unternehmens, steigerte den Umsatz um 39,3 Prozent, so stark wie zuletzt vor rund fünf Jahren. Die Konzernerlöse von Amazon legten im Berichtszeitraum währungsbereinigt um 13 Prozent auf 201,9 Milliarden Dollar zu. Für das angelaufene Quartal stellte der Onlinehändler einen Umsatz zwischen 240 und 247 Milliarden Dollar in Aussicht. Der Mittelwert dieser Spanne liegt unter den 244,5 Milliarden Dollar, die Analysten bislang prognostiziert hatten. Dies schürte Spekulationen, dass sich die Verbraucher wegen der anziehenden Inflation im wichtigen Weihnachtsgeschäft mit ihren Ausgaben zurückhalten könnten.

Amazon enttäuscht den Markt
06:00 Uhr

Der Dax lässt es krachen

Das Wochenplus ist dem Dax nicht mehr zu nehmen. Der deutsche Börsenleitindex schloss im gestrigen Handel 1,3 Prozent fester und mit 26.040 Punkten auch über der 26.000er-Marke. Sowohl die US-Notenbank Federal Reserve (Fed), als auch die Europäische Zentralbank (EZB) ließen die Leitzinsen unverändert und gaben den Aktienmärkten damit etwas Rückenwind. Gleichwohl rechnen Marktteilnehmer nun mit jeweiligen Zinsanpassungen im Dezember. Zumindest sind solche nun wahrscheinlicher, wie es hieß.

Nach Fed und EZB heißt es heute: Alle Augen auf die BOJ, denn die japanische Notenbank dürfte ihren Leitzins ebenfalls unverändert bei 1,25 Prozent belassen, aber zugleich eine baldige weitere Straffung der Geldpolitik signalisieren. Experten erwarten, dass die Währungshüter ihren Fokus darauf legen werden, ein Überschießen der Inflation über das Ziel von zwei Prozent zu verhindern. Dies könnte den Weg für eine weitere Zinserhöhung im Dezember ebnen, nachdem die Notenbank die Zinsen zuletzt im Juni und September angehoben hatte. Angetrieben von hohen Energiekosten infolge des Iran-Krieges und dem Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) hatte die Kerninflation in Japan im September erstmals seit neun Monaten die Zielmarke der Zentralbank überschritten.

Zudem hat sich die deutsche Wirtschaft im Sommer wohl nur mit Ach und Krach in der Wachstumsspur gehalten. Volkswirte erwarten für das dritte Quartal ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt von nur noch 0,1 Prozent. Im Frühjahr war die Wirtschaft mit 0,3 Prozent weit stärker gewachsen. Als Bremsfaktor wirkte unter anderem das Niedrigwasser des Rheins. Zudem drückten die hohen Energiepreise die Kaufkraft der privaten Haushalte, worauf auch die Bundesbank hinweist. Im vierten Quartal dürfte sich die Wirtschaft aus Sicht der deutschen Zentralbank aber wieder berappeln und spürbar wachsen.

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Der Dax lässt es krachen