Der Börsen-TagAusverkauf wegen KI-Sorgen: Intel stürzen 25 Prozent ab
Neue deutliche Verluste im Technologie-Sektor dürften zum Wochenausklang die Wall Street belasten. Der Future auf den S&P-500 büßt 1,1 Prozent ein, für den Nasdaq-Future geht es sogar um 2,4 Prozent nach unten. Erneute Zweifel an der Tragfähigkeit der massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) belasten den Sektor. So hatten die Quartalszahlen der Google-Mutter Alphabet gezeigt, dass KI-basierte Suchen bislang wenig lukrativ sind. Dazu kommen negative Impulse von Intel und Amazon.
Der Chip-Konzern Intel verbuchte im dritten Quartal einen geringeren Gewinn und gab einen trüben Ausblick auf das vierte Quartal, was die Aktie vorbörslich um 25 Prozent einbrechen lässt. Der Reingewinn des Online-Riesen Amazon überstieg 20 Milliarden US-Dollar, aber der freie Cashflow brach ein. Hier geht es um 6,7 Prozent nach unten.
Zudem hat Binance alle Transaktionen nach größtem Cyber-Raub aller Zeiten ausgesetzt. Binance teilte mit, dass sich der Hacker-Angriff auf insgesamt rund 6,3 Milliarden US-Dollar belaufe. "Die Gelder der Nutzer sind sicher", versicherte Changpeng Zhao, der Binance-Gründer auf der Social-Media-Plattform X. Der Hack bei Binance, der weltweit größten Kryptobörse, werde die Branche zu einer tiefen Selbstreflexion über Ausfallsicherungen zwingen, so Sandeep Pyapali von Mesta.
Vor diesem Hintergrund geht es für den Bitcoin um weitere 1,6 Prozent abwärts, nachdem die Kryptowährung zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen gefallen war. "Ich vermute, dass die negative Kursentwicklung noch einen gewissen Weg vor sich hat", meint Geoff Kendrick von Standard Chartered. "Erst wenn die Vermögenswerte wieder freigegeben sind und weitere Details zu dem Hack bekannt werden, werden wir eine neue Basis finden."