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Gegensätzlicher DemonstrationsblickProtesttag von "GenZ regelt" - Zuspruch von Linken trifft auf Warnung von AfD

30.10.2026, 13:36 Uhr
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(Foto: picture alliance / ZB)

Vor dem Protesttag der Initiative "Gen Z regelt" an diesem Samstag bekommt die Bewegung Unterstützung von der Linken, während die AfD vor den Demonstrationen warnt.

Linksparteichef Luigi Pantisano erklärte in einer Mitteilung seiner Partei, es sei genau die richtige Zeit für Proteste, verwies auf geplante Reformen der schwarz-roten Koalition bei Pflege und Rente und sprach von "sozialen Grausamkeiten".

AfD-Chefin Alice Weidel warnte mit Blick auf die Proteste vor einer Vereinnahmung durch Extremisten. Es bestehe die "reale Gefahr, dass die Demonstrationen wie in Frankreich von gewaltbereiten Menschen aus dem linksextremen und islamistischen Milieu gekapert werden", erklärte sie in einer AfD-Mitteilung. Weidel machte linke Politik für Missstände verantwortlich, gegen die jetzt demonstriert werde. "Die unkontrollierte Migration in unser Land und in unsere Sozialsysteme hat das Bildungs- und das Sozialsystem sowie den Immobilienmarkt heillos überfordert."

Linke-Chef Pantisano sprach von einer "Hetzkampagne, mit der rechte Kräfte" die geplanten Proteste überzögen sowie von unverhältnismäßiger Panikmache und Vorverurteilungen. "Zehntausende junge Menschen wollen friedlich auf eine Demo gehen. Sie fordern bessere Bildung, ein bezahlbares Leben und stellen sich gegen Krieg und Sozialkürzungen", sagte er. "Für uns ist klar: Wir stehen solidarisch an der Seite der jungen Menschen!"

Deutschlandweit bereiten sich rund 30 Städte auf Demonstrationen am Samstag vor. Die Initiative "Gen Z regelt" setzt sich unter anderem für mehr Klimaschutz, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und gegen die Wehrpflicht ein. Dabei lehnt sie Gewalt ausdrücklich ab. Bei Protesten in Frankreich und in anderen europäischen Ländern war es zu Krawallen gekommen - auch zu Plünderungen von Geschäften. Der Einzelhandel dort beklagt erhebliche Einbußen. Auch hierzulande sorgen sich Handelsverbände.

Quelle: ntv.de, dpa

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