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"Ausbeuterische Bedingungen"Großbritannien leitet Verfahren gegen Meta wegen neuer Geschäftsbedingungen ein

30.10.2026, 15:50 Uhr
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(Foto: Andrej Sokolow/dpa)

Die britische Wettbewerbsbehörde CMA hat ein Verfahren gegen den US-Konzern Meta wegen neuer Geschäftsbedingungen für Unternehmen eingeleitet.

Es werde dem Verdacht nachgegangen, dass Meta "seine marktbeherrschende Stellung missbraucht, indem das Unternehmen Verlagen und Werbekunden ausbeuterische Bedingungen auferlegt", erklärte die CMA am Freitag. Die neuen Nutzungsbedingungen für Meta-Plattformen wie Facebook und Instagram ermöglichen es dem Konzern, auf Inhalte von Nachrichten-Websites zuzugreifen und diese zum Trainieren seiner KI-Funktionen zu nutzen.

Die neuen Nutzungsbedingungen sollten am 20. November in Kraft treten. Medien- und Werbeunternehmen auch in der EU hatten Beschwerden dagegen eingereicht. Am Mittwoch erklärte Meta, das Datum für des Inkrafttretens auf unbestimmte Zeit zu verschieben.

"Wir haben das Feedback der Verlage zu unseren vorgeschlagenen Änderungen an den Anzeigen- und Geschäftsbedingungen zur Kenntnis genommen", erklärte Metas Kommunikationschef Andy Stone. Demnach soll es zunächst eine "Anhörung" mit Unternehmen und Verbänden geben. Genauere Angaben dazu, wer dabei zu Wort kommen soll, machte Stone nicht.

Auf Nachfrage zu dem Verfahren der britischen Behörde verwies ein Konzernsprecher auf die Verschiebung: "Wir haben uns bereits verpflichtet, unsere Nutzungsbedingungen nicht ohne Rücksprache mit den Verlagen und anderen Interessengruppen zu ändern." Meta begrüße "die Gelegenheit, der CMA unseren Ansatz zu erläutern".

In Norwegen hatte ein Gericht Meta in dieser Woche vorläufig untersagt, die neuen Nutzungsbedingungen einzuführen. Zehn Medienunternehmen hatten geltend gemacht, dass dies ihre Rechte an ihren Inhalten gefährden würde.

Quelle: ntv.de, AFP

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