Initiative von jungen Menschen"GenZ regelt!" fordert mehr Handeln bei Jugendbelangen von der Regierung

Die Initiative "GenZ regelt!", die für das Wochenende zu bundesweiten Jugendprotesten aufgerufen hat, fordert von der Bundesregierung ein entschlossenes Handeln für die Belange junger Menschen.
Die Organisatoren richteten sich am Freitag bei einer Pressekonferenz in Köln direkt an den Bundeskanzler: "Herr Merz, wir werden unser Grundrecht zur Versammlung so lange wahrnehmen, bis Sie aufhören, uns zu ignorieren", sagte der 18-jährige Steve.
Er spreche für eine Jugend, "die sich verlassen fühlt" und die "nur träumen kann von einer sicheren Zukunft ohne Angst, in den Verlust gezogen zu werden, ohne Angst davor haben zu müssen, den Anschluss zu verlieren", betonte der junge Mann. Es gehe auch um eine Zukunft, "in der keine Großkonzerne uns ausnutzen und Milliarden verdienen, während 2,2 Milliarden Kinder und Jugendliche armutsgefährdet sind". Die Regierung Merz habe auf die Sorgen der "GenZ" "keine andere Antwort gefunden, als weiterhin zu kürzen und uns weitere Lasten anzuhängen".
Die 20 Jahre alte Emma sprach bei der Pressekonferenz "als Teil einer Generation, die voller Sorgen in eine Zukunft mit Unsicherheit blickt". Sie appellierte an die Regierung, die Jugend stärker zu fördern. "Wir brauchen jetzt Investitionen in Bildung, in Klimaschutz und in Gesundheit." Wenn mehr Investitionen in Hochschulen und Universitäten gesteckt würden und auch "das Gesundheitssystem auch nur ansatzweise so viel Bedeutung zugesprochen bekommen würde wie zum Beispiel Rüstung", wären "schon einige Probleme gelöst".
Ihre Generation habe in den letzten Jahren viele Krisen durchstehen müssen, sagte Emma. Die "GenZ" sei die Generation junger Menschen, "die wie nie zuvor in Deutschland aufgrund der alternden Gesellschaft zu wenig politische Macht hat". Sie habe damit gerechnet, "dabei auch vom Staat unterstützt zu werden". Stattdessen veranlasse die Bundesregierung immer mehr Kürzungen. "Wir wollen alle nur ein gutes Leben führen. Und das ist nur möglich, wenn man auf die Hilferufe unserer Generation hört."
Ko-Organisatorin Lina Friedrich forderte ebenfalls mehr Unterstützung im Gesundheitssystem. "Es kümmert sich niemand um die Menschen, die sich täglich um uns kümmern", sagte sie. Außerdem sei die Initiative "GenZ regelt!" gegen die Wehrpflicht. "Schüler lernen jahrelang, um ein gutes Zeugnis und somit eine gute Zukunft zu haben, nur um dann nach ihrem Abschluss in die Bundeswehr geschickt zu werden."