Sachsen-AnhaltZahl der Ausbildungsstellen in Sachsen-Anhalt sinkt weiter

Mehr Bewerbungen, weniger Stellen - die angespannte wirtschaftliche Lage wirkt sich auch auf den Ausbildungsmarkt in Sachsen-Anhalt aus. Zugleich bleiben immer noch viele Plätze unbesetzt.
Halle/Saale (dpa/sa) - Die Anzahl gemeldeter Ausbildungsplätze in Sachsen-Anhalt ist das zweite Jahr in Folge gesunken. Nach Angaben der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Halle meldeten Arbeitgeber in den vergangenen zwölf Monaten insgesamt 11.246 Ausbildungsstellen - 538 weniger als noch vor zwei Jahren.
Das entspricht einem Rückgang um rund 4,5 Prozent. Zugleich stieg die Anzahl der Bewerberinnen und Bewerber um 184 auf insgesamt 9.607. Von den Ausbildungsstellen wurden den Angaben zufolge 10.605 von Betrieben gemeldet, der Rest geht auf geförderte Träger zurück.
Gründe für die Entwicklung sieht die Bundesagentur für Arbeit vor allem in der konjunkturellen Lage der Unternehmen und Unsicherheiten am Weltmarkt. Viele der Firmen seien bei Einstellungen vorsichtiger geworden. Die Unternehmen würden aber auch weniger Stellen melden, weil sie keine geeigneten Bewerber finden würden, heißt es weiter.
Auf 100 von Ausbildungsbetrieben gemeldeten Stellen kamen nach Angaben der Arbeitsagentur mit 91 Jugendlichen zwar vier mehr als noch im Vorjahr. Doch weiterhin kann der Bedarf an Auszubildenden offenbar nicht gedeckt werden. Insgesamt blieben den Zahlen zufolge 743 Ausbildungsplätze unbesetzt.
Rund die Hälfte der Suchenden hat den Angaben zufolge einen Realschulabschluss. Etwas mehr als jeder Fünfte hat einen Hauptschulabschluss. Etwa jeder Sechste hat das Abitur oder eine Fachhochschulreife.