Regionalnachrichten

Sachsen-AnhaltArbeitslosigkeit sinkt leicht - Konjunkturflaute bremst Jobs

30.10.2026, 11:09 Uhr
image

Die Arbeitslosigkeit sinkt leicht, doch Unternehmen suchen weiter verhalten nach Beschäftigten. Welche Gründe die Regionaldirektion für die Flaute am Arbeitsmarkt sieht.

Halle (dpa/sa) - Die Zahl der Arbeitslosen in Sachsen-Anhalt ist im Oktober im Vergleich zum Vormonat weiter leicht gesunken. Wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur mitteilte, lag die Arbeitslosenquote im Oktober bei 7,9 Prozent und sank damit im Vergleich zum September um 0,1 Prozentpunkte. Insgesamt waren den Angaben zufolge 86.935 Menschen arbeitslos gemeldet und damit rund 1.050 weniger als im September.

Die Entwicklungen in Sachsen-Anhalt spiegeln damit auch den Trend auf Bundesebene wider. Auch dort sank die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte - auf 6,3 Prozent. Trotz der positiven Entwicklung von September zu Oktober liegen sowohl im Bund als auch in Sachsen-Anhalt die Arbeitslosenzahlen in diesem Monat höher als vor einem Jahr. Im Oktober 2025 lag die Arbeitslosenquote in Sachsen-Anhalt bei 7,7 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte niedriger als in diesem Jahr.

Hohe Unsicherheit durch Konflikte und Energiekosten

"Da eine wirtschaftliche Trendwende aufgrund der anhaltenden Konjunkturschwäche auch in diesem Herbst weiterhin auf sich warten lässt, zeigt sich auch die Arbeitskräftenachfrage weiterhin verhalten", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion, Markus Behrens. "Hauptursachen sind die anhaltend hohe Unsicherheit durch geopolitische Konflikte sowie gestiegene Energie- und Produktionskosten, die viele Unternehmen belasten."

Wie schon seit längerem bestehe weiterhin eine Kluft zwischen den Anforderungen der Unternehmen bei offenen Stellen und den Profilen der Bewerberinnen und Bewerber. Erfreulich sei, dass der höchste Rückgang der Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen zwischen 15 und 25 Jahren zu beobachten sei. Viele von ihnen hätten in den letzten Monaten noch eine Ausbildung oder ein Studium gestartet.

Quelle: dpa

Regionales