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Nordrhein-WestfalenZwei Bauarbeiter sterben bei Einsturz in Treppenhaus

30.10.2026, 13:40 Uhr
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Auf einer Baustelle in Gronau kommt es zu einem folgenschweren Unfall: Beim Einbau von Treppenteilen in einen Schacht werden zwei Menschen tödlich verletzt. Die Polizei ermittelt.

Gronau (dpa/lnw) - Zwei Bauarbeiter sind beim Einsturz von Betontreppen auf einer Schulbaustelle in Gronau im westlichen Münsterland ums Leben gekommen. Zwei weitere Personen erlitten bei dem Arbeitsunfall Verletzungen, wie die Stadt Gronau und die Polizei mitteilten. Sie werden im Krankenhaus behandelt, sagte ein Sprecher der Stadt. Lebensgefahr bestehe nicht.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ereignete sich der Arbeitsunfall in einem großen Schacht, in den vorgefertigte Treppenaufstiege per Kran gehoben und montiert wurden. Treppenteile für mehrere Geschosse seien schon aufgebaut gewesen, als es dann plötzlich zu einem Einsturz gekommen sei, schilderte ein Polizeisprecher. Zwei Arbeiter darunter seien erschlagen worden. Unklar sei, ob ein großes Treppenteil vom Kran fiel oder das Konstrukt einstürzte.

Die Unfallursache ist bislang nicht bekannt. Die Polizei ermittelt, auch das Amt für Arbeitsschutz ist eingeschaltet. Nach Angaben der Feuerwehr konnte die Bergung der beiden toten Bauarbeiter am Unfalltag abgeschlossen werden.

Bürgermeister Jörg von Borczyskowski erklärte mit Blick auf die Familien der Toten: "Den Hinterbliebenen gilt unser Mitgefühl." Den beiden verletzten Bauarbeitern gehe es den Umständen entsprechend. Er dankte den zahlreichen Einsatzkräften. Ihr Zusammenspiel habe bei dem dramatischen Ereignis ausgezeichnet funktioniert, sagte er. Zur Unfallzeit waren 15 Personen auf der Baustelle tätig, wie die Stadt weiter mitteilte. Notfallseelsorger betreuten die Bauarbeiter.

Großeinsatz für Feuerwehr und Rettungskräfte

Nach Angaben der Stadt waren die Rettungskräfte am Donnerstagmittag mit einem Großaufgebot zu der Unfallstelle geeilt. Dabei handelt es sich um einen Erweiterungsbau einer Schule. Neben 35 Feuerwehrleuten waren ein Notarzt, drei Rettungswagen-Teams, Polizeibeamte, zwei Fachberater des Technischen Hilfswerks und die Besatzung eines Rettungshubschraubers im Einsatz. Die Luftrettung wurde für den Verletztentransport laut Stadt dann nicht benötigt.

Da noch Herbstferien sind, befanden sich keine Schüler und Lehrer vor Ort. Der Schulbetrieb werde voraussichtlich nach Ferienende wieder aufgenommen. Die Schulleitungen des Gymnasiums und der Gesamtschule in dem Schulkomplex seien über den Unfall informiert. So seien sie in der Lage, am Montag beim Schulstart auf das Ereignis einzugehen und Schülerfragen zu besprechen, so der Bürgermeister. Mit dem Erweiterungsbau am Gymnasium entstehen Raume für zehn Klassen. Die Bauarbeiten finden bei laufendem Schulbetrieb statt.

Quelle: dpa

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