Politik

Weitere Personen verletzt Ukraine: 14 Menschen bei Angriff auf Bahnhof getötet

29.10.2026, 12:24 Uhr
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Die Großstadt Dnipro wurde am Morgen Ziel eines tödlichen Drohnenangriffs. (Foto: via REUTERS)

In der vergangenen Nacht und am Morgen terrorisiert Russland die Ukraine mit Luftangriffen. Getroffen wird auch ein belebter Bahnhof in der Regionalhauptstadt Dnipro. Mehr als ein Dutzend Menschen sollen ums Leben gekommen sein.

Bei einem russischen Angriff auf einen Bahnhof in der Regionalhauptstadt Dnipro wurden nach ukrainischen Angaben 14 Menschen getötet. Zudem seien mindestens 14 Personen verletzt worden, schrieb der Gouverneur der Region Dnipropetrowsk im zentralen Osten der Ukraine, Oleksandr Hanzha, auf Telegram. Sechs von ihnen befinden sich demnach in einem ernsten Zustand, darunter ein 11-jähriger Junge. Ein Mann habe beide Beine verloren.

Eine Drohne mit Düsenantrieb habe einen Bahnsteig getroffen, auf dem sich der Zug Dnipro-Saporischschja befunden habe, teilte die ukrainische Eisenbahn mit. Menschen hielten sich demnach trotz einer bekanntgegebenen erhöhten Gefahr am Bahnsteig auf. Bürgermeister Borys Filatow sprach von einer Tragödie. Es habe sich um einen zivilen Zug gehandelt. Hanzha zufolge hielten sich zum Zeitpunkt des Angriffs ein Pendlerzug und ein Personenzug an dem Bahnhof auf.

Im nordukrainischen Tschernihiw wurden nach Behördenangaben zwei Jugendliche getötet. Elf Personen seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, berichtete der Gouverneur der gleichnamigen Region, Wjatscheslaw Tschaus, auf Telegram. Auch meldete er massive Zerstörungen infolge des Angriffs.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskj appellierte abermals an den Westen, den Druck auf Moskau aufrechtzuerhalten. "Wie viele Terroranschläge hat Russland gegen unser Volk verübt, seit die Sanktionen gegen bestimmte russische Oligarchen und den russischen Energiesektor aufgehoben wurden – anstatt dass es zu einer Deeskalation gekommen wäre?", schrieb er in sozialen Netzwerken. Angesichts der andauernden russischen Aggression habe Kiew immer wieder betont, wie wichtig ein entschlossenes Handeln der USA und Europas ist. "Es ist Zeit für neue, strengere Sanktionsmaßnahmen seitens der EU, der Vereinigten Staaten und der G7", schloss Selenskyj und dankte allen Verbündeten, die entschlossen an der Seite der Ukraine stehen.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe griff Russland sein Nachbarland in der vergangenen Nacht mit insgesamt 112 Kampfdrohnen an, darunter 40 besonders schnell fliegenden und schwer abfangbaren düsengetriebenen Drohnen. 97 anfliegende Drohnen seien abgeschossen oder durch elektronische Flugabwehr zum Absturz gebracht worden. Einschläge habe es an sieben Orten in der Ukraine gegeben, Trümmerteile abgewehrter Angriffskörper seien an fünf Stellen niedergegangen. Für einen Angriff auf die Region Dnipropetrowsk hätten die Russen gegen 11 Uhr (Ortszeit) vier Drohnen gestartet. Drei von ihnen seien abgewehrt worden, die vierte Drohne sei auf dem Bahnsteig in Dnipro eingeschlagen.

Quelle: ntv.de, lar/dpa

Wolodymyr SelenskyjAngriff auf die Ukraine