Politik

Vor allem Texaner sind früh dranRekord: Knapp 48 Millionen US-Amerikaner haben vorzeitig gewählt

30.10.2026, 21:55 Uhr
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Eine Wählerin füllt einen Wahlzettel zur vorzeitigen Stimmabgabe in Orange County, Florida, aus. (Foto: picture alliance/dpa/SOPA Images via ZUMA Press Wire)

Die USA fiebern den Midterms am 3. November entgegen - dann werden das Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats gewählt. Viele Amerikaner warten allerdings nicht bis zum Wahltag, sondern stimmen schon früher ab. Vor allem Anhänger einer Partei machen davon Gebrauch.

Vier Tage vor den US-Kongresswahlen haben so viele Wahlberechtigte vorzeitig ihre Stimme abgegeben wie noch nie bei den sogenannten Midterms: Gut 47,9 Millionen Menschen nutzten bisher die Möglichkeit der Stimmabgabe vor der eigentlichen Wahl am Dienstag, wie Zahlen der Universität Florida zeigten. Damit wurde der bisherige Höchstwert für eine Zwischenwahl von rund 45,9 Millionen vorzeitig abgegebenen Stimmen von 2022 noch übertroffen.

Die Kongresswahlen am Dienstag finden in der Mitte zwischen zwei Präsidentschaftswahlen statt, sie heißen deshalb Midterms. Im Repräsentantenhaus werden dabei alle 435 Abgeordneten neu gewählt. Im Senat werden 35 der 100 Senatoren neu gewählt. In beiden Kammern haben momentan die Republikaner von Präsident Donald Trump die Mehrheit, diese könnten ihnen aber Umfragen zufolge von den Demokraten entrissen werden.

Besonders in stark umkämpften Bundesstaaten gaben Menschen den Angaben zufolge vorzeitig ihre Stimme ab. In Texas hatten nach offiziellen Angaben bis Mittwoch schon mehr als sechs Millionen Menschen vorzeitig gewählt. Die Zahl der Wähler, die ihre Stimme persönlich abgaben, lag dabei um rund 50 Prozent über der Zahl zum selben Zeitpunkt im Jahr 2022.

Starke Zunahme in North Carolina

Die Behörden in North Carolina meldeten einen Anstieg von 37 Prozent bei der Zahl der vorzeitig abgegebenen Stimmen im Vergleich zu 2022. Auch in South Carolina und Kansas verzeichneten die Behörden deutlich mehr vorzeitig abgegebene Stimmen.

In Bundesstaaten, die die Parteizugehörigkeit der Wähler erfassen, gaben laut den Zahlen der Universität Florida mehr Mitglieder der Demokraten als Mitglieder der Republikaner vorzeitig ihre Stimme ab. Bei den Anhängern der Demokraten lag der Anteil demnach bei 44 Prozent, bei den Anhängern der Republikaner lag die Quote bei 31 Prozent, bei unabhängigen Wählern bei 25 Prozent.

US-Präsident Donald Trump machte derweil seine Entscheidung rückgängig, auf zwei Wahlkampfauftritte kurz vor den Zwischenwahlen zum Kongress zu verzichten. Aus dem Umfeld Trumps hieß es, dass die zunächst abgesagten Auftritte in den Bundesstaaten Kansas und Iowa für Sonntag wieder auf den Terminplan gesetzt wurden.

Ursprünglich war Trumps Wahlkampfauftritt in Salina in Kansas für Samstag vorgesehen gewesen und der in Dubuque in Iowa für Sonntag. Beide Termine wurden am Donnerstag gestrichen. Trumps Absagen hatten Spekulationen über den Gesundheitszustand des 80-Jährigen zur Folge. Der US-Präsident ging einen Reporter mit scharfen Worten an, nachdem dieser ihn gefragt hatte, ob er das Reisen satt habe. Nach seiner Rückkehr von einer Wahlkampftour in South Carolina nach Washington sagte er: "Ich fühle mich großartig."

Kurz vor den Zwischenwahlen am 3. November sind die Republikaner im Umfragetief. Sie könnten ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus und womöglich auch im Senat einbüßen. Meinungsforscher rechnen mit einem deutlichen Sieg der oppositionellen Demokraten.

Quelle: ntv.de, als/AFP

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