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Bulgarien erwirkte FestnahmeLitauen klagt in Deutschland inhaftierte Starlink-Saboteure an

29.10.2026, 16:48 Uhr
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Litauen wirft den beiden Angeklagten terroristische Straftaten vor. (Foto: dpa)

In mehreren europäischen Ländern verüben Kriminelle in den vergangenen Wochen eine Reihe von Brandanschlägen auf Starlink-Anlagen. Zwei Verdächtige sitzen nach einem versuchten Sabotageakt in Litauen in Deutschland in Haft. Die litauische Generalstaatsanwaltschaft erhebt nun Anklage.

Die litauische Generalstaatsanwaltschaft klagt zwei in Deutschland in Haft sitzende Personen wegen terroristischer Straftaten an. Es gehe um einen versuchten Brandanschlag auf eine Basisstation des Satellitennetzwerks Starlink in Litauen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Nach Angaben des Vizechefs der litauischen Kriminalpolizei, Saulius Briginas, werden die beiden etwa 20 Jahre alten Männer beschuldigt, eine terroristische Vereinigung organisiert und betrieben zu haben, die ähnliche Straftaten in Bulgarien und Polen begangen haben soll. 

Die Verdächtigen besitzen der Generalstaatsanwaltschaft zufolge die deutsch-türkische beziehungsweise deutsch-serbische Staatsbürgerschaft. Sie seien zuvor auf Ersuchen Bulgariens in Deutschland wegen der Ermittlungen zu einem weiteren Anschlag auf die Infrastruktur des Satellitennetzwerks festgenommen worden.

In Litauen war Mitte des Monats versucht worden, Anlagen für das Satellitennetzwerk Starlink auf einem Firmengelände in Brand zu setzen. Die Behörden werten den Vorfall als einen mit Russland in Verbindung stehenden Sabotageakt, der die militärischen Fähigkeiten der Ukraine schwächen soll. Die Verdächtigen hatten Brennflüssigkeiten und Molotowcocktails eingesetzt. Zu einem größeren Brand kam es aber nicht.

Weitere Personen in Polen festgenommen

Laut Briginas reisten die Angeklagten am Vorabend des Vorfalls nach Litauen und verließen das Land unmittelbar nach der Tat. Nach Angaben der Polizei sollen die Verdächtigen in Deutschland gelebt haben. "Diese Personen haben keinerlei Verbindungen zu Litauen und kamen gezielt, um dieses Verbrechen zu begehen", sagte der Vizepolizeichef.

Es sei keine spontane Tat gewesen. "Die Täter wussten genau, wohin sie gingen, was sie vorhatten, und hatten sich im Voraus vorbereitet." Briginas sagte weiter, die Verdächtigen stünden auch mit Brandanschlägen auf Starlink-Anlagen in Polen und Bulgarien in Verbindung. In dem Zusammenhang seien auch weitere Personen in Polen festgenommen worden.

Anlagen des Satellitendienstes Starlink waren zuletzt wiederholt zu Zielen von Saboteuren geworden. Das Satellitennetz ist ein strategisch wichtiger Bestandteil der ukrainischen Verteidigung im Krieg gegen Russland. In Polen war es im September zu einem Feuer an einer Starlink-Bodenstation gekommen, hinter dem die Regierung in Warschau russische Geheimdienste vermutet. Auch in Bulgarien sollen Starlink-Antennen vorsätzlich in Brand gesetzt worden sein. 

Quelle: ntv.de, lar/rts/dpa

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