Gericht weist Antrag zurückHalle Berry erzielt Erfolg im Sorgerechtsstreit mit Ex

Im Streit um ihren 13-jährigen Sohn Maceo kann Halle Berry einen Teilerfolg verbuchen. Ein Gericht in Los Angeles hebt eine vorläufige Schutzanordnung gegen sie auf. Über die weitere Sorgerechtsregelung soll im November entschieden werden.
Halle Berry kann im anhaltenden Sorgerechtsstreit mit ihrem Ex-Mann Olivier Martinez einen Erfolg verbuchen. Ein Gericht in Los Angeles hat einen Antrag des französischen Schauspielers auf eine einstweilige Verfügung gegen seine frühere Ehefrau abgewiesen. Zudem wurde eine bereits bestehende vorläufige Verfügung aufgehoben. Das berichtet unter anderem das US-Magazin "People".
Hintergrund sind schwere Vorwürfe, die Martinez Anfang Oktober gegen Berry erhoben hatte. Er beantragte eine Schutzanordnung wegen häuslicher Gewalt und beschuldigte die Oscarpreisträgerin, den gemeinsamen Sohn Maceo (13) körperlich angegriffen zu haben. Konkret geht es um einen angeblichen Vorfall vom 26. September. Bei einem Streit soll Berry ihrem Sohn gegenüber gewalttätig geworden sein. Martinez machte darüber hinaus weitere mutmaßliche Übergriffe aus der Vergangenheit geltend.
Die Schauspielerin bestreitet sämtliche Anschuldigungen. "Ich habe Maceo niemals körperlich, emotional oder auf andere Weise misshandelt", stellte sie in einer schriftlichen Erklärung gegenüber dem Gericht klar. Sie verwies außerdem darauf, selbst häusliche Gewalt erlebt zu haben, und betonte, dass sie ihrem Sohn niemals etwas antun würde.
Berry darf Sohn nur eingeschränkt sehen
Die Ablehnung der einstweiligen Verfügung bedeutet allerdings nicht, dass der Sorgerechtsstreit damit beigelegt ist. Die bislang geltende vorläufige Umgangsregelung bleibt zunächst bestehen. Demnach darf Berry ihren 13-jährigen Sohn derzeit nur zu festgelegten Zeiten sehen: montags und dienstags sowie samstags und sonntags jeweils zwischen 10 und 20 Uhr. Eine erneute gerichtliche Anhörung zur weiteren Regelung ist für November vorgesehen. Martinez hatte zuvor beantragt, das alleinige Sorgerecht für Maceo zu erhalten. Außerdem wollte er erreichen, dass der Junge nicht mehr bei seiner Mutter übernachten darf.
Berry und Martinez waren von 2013 bis 2016 verheiratet. Die Scheidung zog sich allerdings über Jahre hin und wurde erst 2023 nach einem langwierigen Rechtsstreit endgültig abgeschlossen. Auch danach kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen um die Betreuung ihres gemeinsamen Sohnes.
Berrys Rechtsanwältin Marina Beck reagierte erleichtert auf die jüngste Entscheidung. Man sei "äußerst erfreut", dass das Gericht die vorläufige Verfügung aufgehoben habe, erklärte sie. Die Schauspielerin wolle sich weiterhin auf das Wohlergehen ihrer Familie konzentrieren.
