Der TagTodesspritzen-Überlebende Christa Pike berichtet von endlosen Schmerzen
"Mein Körper tut weh. Meine Arme tun weh. Meine Hände tun weh. Mein Hals tut weh. Ich habe immer noch Mühe zu sprechen. Und der Schmerz ist nicht nur körperlich. Da ist Schmerz in meinem Geist und in meiner Seele." Vor einem Monat überlebte Christa Pike gleich zwei Giftspritzen. Die wegen Mordes verurteilte 50-Jährige sollte eigentlich in Tennessee hingerichtet werden. Doch daraus wurde bekanntlich nichts. Stattdessen kam sie auf die Intensivstation. Aktuell erholt sie sich von den Folgen der Tortur in einem Gefängniskrankenhaus. In ihrem ersten Statement seit dem Hinrichtungsversuch, dass ihre Anwälte nun verbreiten und über das US-Medien berichten, schildert Pike ihre anhaltenden körperlichen und seelischen Schmerzen. "Seit jener Nacht gab es keinen Moment, in dem ich keine Schmerzen hatte."
Nachdem das Hinrichtungsteam in Tennessee versucht hatte, intravenöse Zugänge zu legen, um zwei Dosen der tödlichen Droge Pentobarbital in ihren Blutkreislauf zu verabreichen, waren Pikes Arme laut ihrem Anwaltsteam geschwollen und voller Blutergüsse. Experten vermuten NBC News zufolge, dass Pikes Verletzungen die Folge einer fehlerhaften Nadeleinführung oder des Austretens der Chemikalie in ihr Gewebe gewesen sein könnten. "Ich erhole mich und ich weiß, dass ich stärker werde", sagte Pike in ihrer Erklärung. "Aber Heilung bedeutet nicht, dass alles wieder gut ist."