"Moderne Sklaverei" für Millionäre

Die wilde Reise von Superstar Schröder durch die NBA

Video poster
07.02.2025 | 13:28 UhrFür den deutschen NBA-Superstar Dennis Schröder und seine Familie heißt es Koffer packen - wieder einmal. Der Nationalspieler wird innerhalb eines Tages gleich zweimal transferiert und spielt zukünftig für die traditionsreichen Detroit Pistons.
Videotranskript ausklappen
Dennis Schröder genießt einen spielfreien Tag mit Frau und Kindern. Was vor drei Jahren nach einer gemütlichen Familienidylle in Los Angeles aussieht, ist nur von kurzer Dauer. Denn Familie Schröder muss zwölf Monate später wieder ihre Sachen packen. Weiter geht die wilde Reise quer durch die USA. Angefangen vor zwölf Jahren in Atlanta, wechselt der Braunschweiger bis heute neun Mal das Team von Westen nach Osten und wieder zurück mit dem vorläufigen Ende in Salt Lake City. Insgesamt über 21.000 Kilometer. Die NBA ein knallhartes Business. Man spricht sogar auch in diesem NBA Sprech von Assets, also dass der Spieler oder ein Vertrag des Spielers wie ein Wert einfach an Wert Anlagewert hat. Und den können die Besitzer dieser Franchises dann so strategisch tauschen wie sie möchten, ohne dass der Spieler sagen kann Das will ich gar nicht, ich will gar nicht dahin gehen. Ein System, das der 31-jährige in einem Interview mit NBC zuletzt scharf kritisiert. Letzten Endes ist es moderne Sklaverei. Natürlich verdienen wir eine Menge Geld und können unsere Familien ernähren. Aber wenn gesagt wird, Du kommst morgen nicht zur Arbeit, du gehst woanders hin, dann können sie das entscheiden. Das muss sich ändern. Das wird natürlich immer auch so rationalisiert mit der Höhe der Gehälter. Das heißt, du unterschreibst für 20, 30, 40 Millionen. Dafür darfst du dann aber nicht entscheiden, wo du bist. Das kann sich manchmal von jetzt auf gleich ändern. Und so bleibt für die Schröders weiter ungewiss, wohin ihre Reise in Zukunft geht.
Video Empfehlungen