Grand Slam trotz Diabetes
Arzt erklärt: Was die Krankheit für Zverev bedeutet

09.06.2026 | 17:23 UhrAlexander Zverev triumphiert in Paris und beweist: Auch mit Typ-1-Diabetes ist Spitzensport möglich. Die Erkrankung erfordert ständige Kontrolle von Blutzucker und Insulin. Warum Unterzuckerung besonders gefährlich ist und wie Profis ihren Körper managen.
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Dem deutschen Tennisprofi Alexander Zverev gelingt in Paris der Grand Slam Sieg. Besonders bemerkenswert dabei Er lebt mit Typ eins Diabetes, eine Erkrankung, die den Blutzucker massiv beeinflusst und gerade im Spitzensport zur Herausforderung wird. Wie gehen Profis damit um? Typ eins Diabetes und Spitzensport. Wie gefährlich kann das werden?
Beim Typ eins Diabetes gibt es ja einen sogenannten absoluten Insulinmangel. Das heißt, die Bauchspeicheldrüse kann das Insulin gar nicht produzieren, meistens aufgrund einer Autoimmunerkrankung. Und wenn kein Insulin da ist, kann Zucker nicht in die Zellen hinein gelangen. Das heißt, es würde automatisch eine Überzuckerung stattfinden. Sport auf der anderen Seite körperliche Bewegung reduziert den Zuckergehalt und so ist es natürlich sehr schwer, dann immer gerade in den richtigen Level zu finden für den Blutzucker. So ein Sportler muss sich ständig messen, um zu wissen Wie hoch ist denn gerade mein Blutzucker? Muss ich Insulin dazugeben, um den Blutzucker zu senken oder muss ich ganz schnell Glukose, also Traubenzucker, essen, um den Zuckerspiegel wieder nach oben zu bringen. Ein Unterzuckerungskoma ist brandgefährlich. Daran kann man sterben. Ein Überzuckerung Koma kann auch entstehen. Das entsteht aber viel langsamer und lässt sich dann auch insofern besser behandeln, weil es eben langsamer entsteht.
Typ eins und Typ zwei Diabetes. Was ist der Unterschied?
Typ eins Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung. Da geht die Bauchspeicheldrüse kaputt, sodass kein Insulin mehr produziert wird. Beim Typ zwei Diabetiker ist es ganz anders. Da produziert die Bauchspeicheldrüse erstmal Insulin wie verrückt und immer mehr und immer mehr. Weil so viel Zucker oben ankommt, eben häufig durch Übergewicht und zu vieles Essen. Auch zu viele Kohlenhydrate. Essen ausgelöst produziert also ganz viel Insulin. Aber dieses Insulin kann nicht mehr richtig wirken. Und irgendwann ist dann natürlich auch die Bauchspeicheldrüse beim Typ zwei Diabetiker erschöpft. Dann muss auch der Typ zwei Diabetiker Insulin spritzen.
Was müssen Diabetiker beim Sport beachten?
Beim Typ zwei Diabetiker ist Sport körperliche Bewegung ja geradezu ein Therapiemaßnahme. Manche Patienten mit Typ zwei, früher Altersdiabetes genannt, die schaffen es, alleine durch körperliche Bewegung und Umstellung ihrer Ernährung wegzukommen. Also sich wirklich gesund zu machen. Nicht mit Pillen, nicht mit Spritzen, sondern einfach dadurch, dass sie Gewicht abnehmen und sich körperlich bewegen. Dann kann das Insulin, was der Typ zwei Diabetiker ja durchaus produziert, auch wieder wirken. Die Zellen werden wieder empfindlich, was sie sein sollten für das Insulin und dann kann auch der Blutzucker bei denen wieder sinken. Die sind dann quasi gesund. Beim Typ eins Diabetiker geht das auf gar keinen Fall. Der hat ja einen absoluten Insulinmangel. Die Bauchspeicheldrüse kann einfach kein Insulin herstellen. Deswegen muss es von außen zugeführt werden, entweder mit Insulinpumpen oder eben mit der Spritze von außen.
Swerew zeigt auch Mit Typ eins Diabetes ist Spitzensport möglich. Für Freizeitsportler gilt Bewegung hilft. Entscheidend ist aber, den eigenen Blutzucker gut im Blick zu behalten und die Therapie entsprechend anzupassen.





























