Jonas Boldt ist bei Hannover 96 mit sofortiger Wirkung freigestellt worden. Nach exklusiven Sky-Informationen haben die Verantwortlichen des Zweitligisten entschieden, die Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer Sport zu beenden. Die offizielle Verkündung durch den Verein soll zeitnah erfolgen. Damit ziehen die Niedersachsen Konsequenzen aus der sportlich unbefriedigenden Entwicklung und der zunehmenden Unruhe rund um den Klub. Zuletzt war bereits bekannt geworden, dass der Aufsichtsrat die bisherige Arbeit Boldts bewerten und über dessen Zukunft entscheiden wollte. Dabei sollte es ausdrücklich nicht allein um das Ergebnis des anstehenden Spiels gegen Dynamo Dresden gehen, sondern um die grundsätzliche Einschätzung seiner bisherigen Amtsführung. Nun ist die Entscheidung gefallen: Boldt muss seinen Posten mit sofortiger Wirkung räumen.
Besonders im Fokus stand zuletzt auch Boldts Entscheidung, Sandro Wagner als Trainer zu verpflichten und sich zuvor vom beliebten Christian Titz zu trennen. Der bislang ausbleibende sportliche Aufschwung erhöhte den Druck auf den Geschäftsführer erheblich. Hannover blieb zuletzt sieglos, verlor drei von vier Partien und kassierte eine schmerzhafte Niederlage im Niedersachsen-Derby. Die Trainerfrage wird nach Sky-Informationen zunächst getrennt von der Personalie Boldt bewertet. Wagner genießt bei den maßgeblichen Entscheidungsträgern weiterhin Rückhalt und soll seine Arbeit fortsetzen. Noch zuletzt hatten der Trainer und Boldt die Vorbereitung auf die Partie gegen Dresden wie gewohnt vorangetrieben. Für den Klub beginnt mit der sofortigen Freistellung seines Sportchefs nun eine Phase der Neuordnung. Wer Boldts Aufgaben vorübergehend übernimmt und wie Hannover die sportliche Führung dauerhaft neu aufstellt, ist derzeit offen. Klarheit über die nächsten Schritte dürfte der Verein mit der angekündigten offiziellen Mitteilung schaffen.

